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Schießen
Schädels dritter Streich
Wie gewohnt, fand an Christi Himmelfahrt, den 02.06.2011, wieder das Königsschießen des St. Suitbertus Tambourkorps statt.
Bei Kaiserwetter zum Königsschießen konnte das Tambourkorps zahlreiche Gäste begrüßen, wofür wir uns an dieser Stelle vielmals bedanken wollen.
Für die erste Anekdote des Tages sorgte das Bewirtungsteam unserer Freunde von der Bürger-Kompanie Ratingen, welches bereits ab 8:00 Uhr vor dem Tor des Schützenplatzes auf uns wartete. Wie sich später herausgestellt hatte, kamen alle frisch geduscht vom Geburtstag des Mitglieds der Bürgerkompanie, Oliver Bjelic. Von dieser Stelle noch alles Gute nachträglich.
Da das Tambourkorps in diesem Jahr 55-jähriges Jubiläum feiert, galt es einen wahren Schießmarathon über die Bühne zu bringen.
Begonnen haben wir wie immer mit dem Schießen auf die Pfänder des Königsvogels.
Hier konnten folgende Spielkameraden erfolgreich sein:
Kopf: Jens Tillmanns
rechter Flügel: Alexander Arenz
linker Flügel: Thomas Schadll
Schwanz: Patrick Schumacher
Rumpf: Werner Kamp
Was sich beim Schießen auf die Pfänder des Königsvogels bereits abgezeichnet hat, hat sich nach Beginn des Schießens auf den 1. Preisvogel bestätigt. Die Pfänder fielen sehr schnell, viel zu schnell, so dass nach nur 20 Schüssen auf den 1. Preisvogel bereits der Kopf und der rechte Flügel gerupft waren. In Anbetracht von 160 Eintragungen auf den 1. Preisvogel eine mittlere Katastrophe !!!
Das Schießmeisterteam um Wilfried Kestner, Daniel Kestner und Patrick Schumacher reagierte daraufhin umgehend und stabilisierte die Reste des 1. Preisvogels sowie den 2. Preisvogel so, dass doch noch jeder, der sich auf die Preisvögel eintragen ließ, die Gelegenheit bekam, auch darauf zu schießen.
Die Ergebnisse auf die Preisvögel im Detail:
1. Preisvogel
Kopf: Dieter Bach
rechter Flügel: Bettina Droste
linker Flügel: Jürgen Hagemann
Schwanz: Friedel Schinderlatta
Rumpf: Friedel Schäfer
2. Preisvogel
Kopf: Joel Apfelböckrechter Flügel: Patrick Schumacherlinker Flügel: Peter SchumacherSchwanz: Birgit BergerRumpf: Morris Klatte
Der zweite Preisvogel beanspruchte dabei die volle Aufmerksamkeit der Schießmeister.Bruchteile einer Sekunde, bevor Thomas Schadll seinen Schuss auf den Kopf des 2. Preisvogels abgab, fiel dieser von alleine runter. Nach kurzer Beratung entschieden die Schießmeister darauf, dass das Pfand dem vorhergehenden Schützen, Joel Apfelböck, zugesprochen wird und Thomas Schadll erneut schießen darf – diesmal auf den rechten Flügel.Eine ähnliche Situation trat beim rechten Flügel dann noch mal auf. Peter Schumacher registrierte aber rechtzeitig, dass der rechte Flügel abfällt und gab seinen Schuss dann auf sein späteres Pfand, den linken Flügel, ab. Der rechte Flügel blieb aber in der Familie – er wurde seinem Sohn Patrick Schumacher zugesprochen, der vor ihm geschossen hatte.
Nach den Preisvögeln ging es auf die Platte des Förderer-Pokals. Hier kann man nur sagen, dass die Tiefenbroicher Feuerwehr kam (ausnahmsweise mal mit den Fahrrädern), sah und schließlich auch siegte. Mark Holzer vom Löschzug Tiefenbroich konnte den Pokal diesmal mitnehmen, unter dem frenetischen Jubel seiner Kameraden.Ob der Fördererpokal dieses Jahr im Gerätehaus stehen bleibt oder ob Mark diesen mit nach Hause nahm, blieb dabei ein Geheimnis.Den Holz-Suitbertus als Wanderpokal für das treffsicherste passive Mitglied konnte in diesem Jahr Heinz-Willi Tummes von der Andreas-Hofer-Kompanie Ratingen mitnehmen. Wir haben uns hier für unseren ehemaligen 2. Tambourmajor gefreut.
Werner Kamp musste nun nach 5 Jahren seine Kette als Traditions-/Jubiläumskönig abgeben. Sprichwörtlich den Vogel (die Platte) abgeschossen hat dann Wilfried Kestner, der erst im vergangenen Jahr König war und sich somit ganz frisch das Recht erschossen hatte, auf diese Würde mitzuschießen. Für ihn, aber auch das Tambourkorps eine ganz tolle Sache, schließlich hatte er das Tambourkorps im vergangenen Jahr hervorragend vertreten.Der endgültige Höhepunkt war dann das Königsschießen. Jeder wartete gespannt, wer diesmal das Rennen machen würde. Am besten kam diesmal Thomas Schadll ins Ziel, der die Holzplatte mit einem satten Schuss von der Stange holte.Hocherfreut nahm er die Gratulationen seinen Spielkameraden entgegen, bereits zum dritten Mal nach 1996 und 2003.
Somit blieb nur noch die Frage offen, wer Jungkönig wurde.Beim Darten kam der jüngste der Bewerber am besten ins Ziel. Tom Apfelböck ist nun, wenn der Chronist nichts übersehen hat, der jüngste Jungkönig in der Geschichte des Tambourkorps.Da sind wir ja sehr auf die Zukunft gespannt…